Grossköllnbach

Die Geschichte von Grossköllnbach

Die Entstehung des Ortes liegt im Dunkel der Vergangenheit, doch beweisen reiche Funde der Frühzeit, dass diese Gegend schon vor Jahrtausenden den Menschen als Siedlungsraum angenehm war. Der Name Großköllnbach taucht dann erstmals um 790 als „Cholinpah“ in den Besitzurkunden des Klosters Niederaltaich auf.

Ab dem 12. Jahrhundert erscheint in Prüfeninger Urkunden ein Eschwin des Colnbach und ein Hoholt de Cholnbach als Zeugen. Neben den Köllnbachern war in Großköllnbach noch ein zweites Adelsgeschlecht ansässig, die Hoholtinger, die sich in Urkunden vom 12. bis ins 17. Jahrhundert nachweisen lassen. Sie fanden in der Pfarrkirche zu Pilsting ihre letzte Ruhestätte.

Weitere Adelsgeschlechter waren die Tachinger, Stinglhammer, die Herren von Moos (Trainer und Preysing), die Mühlhamer, Mengkofer, Pelkover, sowie die von Rüdt und Egger, die auf Edelsitzen hier weilten.
So liegt auch im Chor der Pfarrkirche zu Großköllnbach Georg Karl Rüdt, der letzte seines Stammes (gestorben 1762) begraben, außen am Chor aber ein Johann Michael Egger und Maria Ursula von Egger, gestorben 1769.

Heute finden sich nur noch Spuren des ehemaligen Hofmarkschlosses der Hoholtinger als rechteckiger Turmhügel mit Grabenanlage südlich des Köllnbaches, sowie 200 m nördlich davon ein Turmhügel mit Ringgraben, ehemals Sitz der Hellen von Kölnpecken.

Großköllnbach war Jahrhunderte lang kirchlich eine Filiale von Pilsting und wurde erst 1923 zur eigenen Pfarrei erhoben. Früh mag hier schon ein Kirchlein gestanden haben, aber erst 1860 erhielt Großköllnbach seine heutige herrliche Kirche, dem hl. Georg geweiht.